Starten Sie mit Projektdaten in eLCA oder One Click LCA, verknüpfen Sie Bauteile mit ÖKOBAUDAT‑Einträgen und ergänzen Sie spezifische EPDs Ihrer Hersteller. Legen Sie die funktionale Einheit fest, definieren Sie Referenznutzungsdauer und übernehmen Sie Montageaufwände. Prüfen Sie, wie Ergebnisse auf Änderungen reagieren: alternative Beschichtung, andere Holzart, zusätzliche Transporte. Exportieren Sie Berichte für DGNB‑Nachweise und teilen Sie die Kernerkenntnisse im Team. So werden Zahlen zum Steuerungsinstrument, nicht zur Hürde.
Angenommen, ein 3‑Meter‑Tresen nutzt insgesamt etwa 0,25 m³ Eichenholz (circa 175 kg Trockenmasse). Biogene Speicherung entspricht rund 320 kg CO2, während Herstellung, Klebstoffe, Beschichtung, Transport und Montage beispielsweise 180–240 kg CO2e verursachen können. Mit demografielanger Nutzung, austauschbaren Fronten und reparaturfreundlichen Kanten sinken Austauschbedarfe deutlich. Nettoeindruck: kurzfristig nahe Null, langfristig vorteilhaft, wenn Wiederverwendung am Ende gelingt. Zeigen Sie diese Rechnung transparent und laden Sie Stakeholder ein, Annahmen aktiv zu prüfen.
Kein Datensatz ist perfekt. Arbeiten Sie mit Bandbreiten, Szenarien und Sensitivitätsanalysen. Dokumentieren Sie Quellen, Versionsstände und Strommixannahmen. Machen Sie sichtbar, wie stark Ergebnisse von Trocknung, Klebstoffrezepturen oder End‑of‑Life‑Pfaden abhängen. Wo Werte fehlen, fordern Sie Herstellerdaten an und kennzeichnen Sie Interimsschätzungen. Diese Offenheit stärkt Glaubwürdigkeit und verhindert spätere Überraschungen, wenn Audits, Zertifizierungen oder Förderstellen tiefer nachfragen und nachvollziehbare Belege für Entscheidungen verlangen.